Dienstag, 14. Februar 2006

Musik mit Pandora

Pandora-O

Beginnt man mit der Suche nach Musik im Internet, so gelangt man zwar zu unzähligen Seiten auf denen Musik auf legale als auch weniger legale Weise angeboten wird, doch wie unterscheidet man die gute Musik von der schlechten?

Gut. Kennt man sich ein wenig aus und erinnert sich dabei noch an die handvoll Namen die in irgendeiner, aber bereits vergessenen, Verbindung zu den Bands stehen die man kennt, hört und schätzt, dann kann man bei Online-Magazinen nachsehen, Rezensionen nachlesen oder auch mal auf den offiziellen Seiten der jeweiligen Gruppen einige Musikbeispiele anhören.

Doch wie sucht man nach Musik, die man nicht kennt?
Wie findet man Bands, die einem gefallen würden, wenn man sie denn kennte?
Oder anders gesagt: wie ist man einmal zur Abwechslung mutig und traut sich Neues zu erkunden?

Internetradio, das sich grob an meinem Musikgeschmack orientiert? Nein, dauert zu lange bis man tatsächlich etwas Brauchbares findet.
Vielleicht eine Online-Station wie "electrobleep"? Dort findet man eine Liste mit unterschiedlichen Bands, man kann sich ein Set von aufgelisteten Liedern zusammenstellen und sofort, kostenfrei online anhören. Nicht schlecht. Wenigstens einmal DJ sein.

Doch dann gibt es auch "Pandora."
Letztes Jahr im September, als ich zum ersten Mal von "Pandora" hörte, war es noch kostenpflichtig. Die ersten 10 oder 12 Stunden waren frei und danach wurde man zur Kasse gebeten. Die Summer war nicht hoch und bewegte sich im Rahmen von $12 für drei Monate (genau erinnere ich mich nicht).

Zumindest ist "Pandora" nun vollkommen frei, man muss auch nichts installieren, da es einfach im Browser geöffnet wird. Und das wird geboten:
Zunächst legt man sich eine Station an und gibt einen Band-, oder Künstlernamen ein, dessen musikalische Richtung man weiter auskundschaften möchte.

"Pandora" beginnt in der Regel mit einem Titel der eingegebenen Band und sobald dieser abgelaufen ist, wird ein weiterer, vollständiger Titel gespielt der ähnliche Songstrukturen und Qualitäten aufweist wie das vorangegangene Lied, aber diesmal von einer anderen und vielleicht sogar uns unbekannten Band stammt.

Ausserdem hat man folgende Funktion zur Auswahl: entweder man entscheidet durch das Anklicken eines Feldes, dass die Merkmale dieses Liedes beim zukünftigen Zusammenstellen von Liedern berücksichtigt werden, oder aber, dass dieses Lied mit seinen Merkmalen nicht noch einmal gespielt wird.

Das wirklich überzeugende an "Pandora" ist, dass es tatsächlich funktioniert.
Man sollte zwar nicht in 'voting'-Raserei verfallen und jedes Lied das nicht auf Anhieb dem vorgestellten Klangmuster entspricht ins digitale Nirivana jagen, aber dosiert man seine Wahloptionen sinnvoll und beschränkt sich wirklich nur auf die abwählende Funktion, vermeidet man das Anspielen von völlig unerwüschten Liedern und garantiert somit eine musikalische Zusammenstellung, die den eigenen Vorlieben sehr nahe kommt. (Ein Tipp an dieser Stelle: besser nur dann die 'voting'-Funktion nutzen, wenn man ein Lied eindeutig NICHT erträgt; das hat zur Folge, dass die zukünfige Auswahl nicht zu stark eingeengt wird und man somit häufige Wiederholungen vermeidet.)

Deshalb empfehle ich jedem der auf der Suche nach neuer, ihm oder ihr unbekannter Musik ist "Pandora" einige Tage auszuprobieren und selbst zu sehen, was man dabei entdecken kann.
Ohne "Pandora" wären mir Bands wie Lau Nau, Ulrich Schnauss oder Espers sicher entgangen.

Montag, 13. Februar 2006

Three possibilities


I'm glad to see that there are some people who paint what they see.

Oh, really?

Yes. And still others paint what they know. But I want to paint what I think.

Sonntag, 12. Februar 2006

Heidegger

In der Tat: Heidegger heideggert.

Mittwoch, 8. Februar 2006

Einmischung

Sich in diesem Augenblick und in Zukunft politisch und gesellschaftlich zu enthalten, bedeutet die Aussicht auf Frieden unangetastet zu lassen.

Dienstag, 7. Februar 2006

...

Knowledge means experience.
You think that I don´t belong
Just because I´m young.

Freitag, 3. Februar 2006

Darstellungen von Mohammed

mohammed
Mohammed zerteilt den Mond - aus einem persischen Manuskript (Falnameh) der Prophezeiungen (im Besitz der Sächsischen Staatsbücherei)

Es tut mir leid, aber ich habe keinen Funken Verständnis für gewalttätige Prosteste wie in einigen Palästinensergebieten oder in Jakarta, die gegen die dänischen Karrikaturen gerichtet sind. Kritik daran: ja, auf jeden Fall. Abgesehen vom Argument der Pressefreiheit waren einige der Zeichnungen ungeschickte und unsensible Fehlgriffe.
Aber deswegen die dänische Flagge verbrennen?

Natürlich richten die Medien ihre Linsen wieder einmal auf, rein zahlenmässig, Minderheiten die einfach nicht zu wissen scheinen was Protest eigenlich bedeutet. Jedoch müsste es auch klare Stimmen aus der muslimischen Welt geben, die auch diese Ausbrüche verurteilen.

Und noch etwas zu dem Thema der Darstellung der Propheten Mohammed. Es gibt da z.B. iranische bzw. persische Manuskripte und Darstellungen aus dem Mittelalter auf denen der Prophet illustriert ist. Mal ohne Gesicht und stattdessen mit einem Schleier, mal mit einem Gesicht. Eine Vielzahl dieser Darstellungen sind jedoch stark beschädigt oder vollständig verloren, da es auch eine Art "Bildersturm" gab, wie später mit dem Aufkommen der Protestanten.
Es ist falsch zu sagen, dass es innerhalb der islamischen Welt grundsätzlich immer verboten war den Propheten Mohammed darzustellen. Diese Verbote und Konventionen sind kulturell und historisch bedingt und nicht von vornherein und unveränderbar durch eine höherer Macht auferlegt.

Mittwoch, 1. Februar 2006

Jose Gonzalez

Jose-Gonzalez

Seitdem mich Cut durch einen Werbetrailer auf Jose Gonzales aufmerksam gemacht hat, lassen mich seine Lieder nicht mehr los.
Obwohl sein Name zunächst auf eine spanische, mexikanische oder lateinamerikanische Herkunft schliessen ist, stammt er aus Schweden (mit argentinischem Hintergrund).
Das Schweden und Norwegen als auch Island (und in Teilen Finnland) schon seit Jahren sehr breitgefächerte und bemerkenswert einfallsreiche Musikszenen hervorbringen, ist weithin bekannt.
Doch wenn man versucht Gonzalez Musik zu beschreiben, könnte der Eindruck entstehen, dass man es schon wieder mit einer weiteren Neo-Folk Nummer zu tun hat, bei der nach Möglichkeit die Gitarrensaiten betont gefühlvoll gezupft werden. Das ist zwar im Grunde richtig, aber in der Wirkung dennoch anders.
Man denkt ein wenig an Will Oldham, vielleicht auch deshalb, da einem die Vergleiche fehlen. Man denkt an Elliott Smith und obwohl Gonzalez Musik dem Hörer so vertraut zu sein scheint, ist sie doch anders und gar neuartig.
Seine Musik ist leise, aber kraftvoll. Sie ist harmonisch, aber dennoch ungleichmässig und kantig.

Zum Hören und Sehen an dieser Stelle das Video zu Stay in the Shade.

Jose Gonzalez - Stay in the Shade

Disklammer

Cut1977 und Pluswit versuchen es.

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